Was zählt zur Wohnfläche

Immer wieder gibt es zwischen Vermieter und Mieter Streit darüber, welche Flächen und Räumen zur Wohnfläche gehören.

Vor allem bei Altbauwohnungen oder verwinkelten Wohnungen oder Dachschrägen gibt es immer wieder Probleme damit, die Wohnfläche richtig zu berechnen.

Wenn man eine Wohnung kaufen möchte, sollte man die tatsächliche Größe der Wohnfläche unbedingt vorher fachmännisch ermitteln oder ermitteln lassen. Eine nachträgliche Rückforderung eines Teiles des Kaufpreises ist schwierig.

Ein Mieter kann in der Regel den Mietpreis kürzen und sogar bereits gezahlte Miete anteilig zurückfordern, wenn die tatsächliche Wohnfläche von der angegebenen Wohnfläche um mehr als 10 % abweicht.

Folgende Teile einer Wohnung zählen bei der Wohnflächen-Ermittlung wie folgt mit:

Keller und Waschküche: dürfen nicht angerechnet werden

Garagen und Abstellräume außerhalb der Wohnung: dürfen nicht angerechnet werden

Abstellräume innerhalb der Wohnung: werden mitgerechnet

Wohnräume, Küche, Bad, WC: werden mitgerechnet

Unbeheizter Wintergarten: wird zu 50% angerechnet

Beheizter Wintergarten: wurde vor 2004 zu 50% angerechnet, jetzt zu 100%

Balkon und Terrasse: hier gibt es keine klaren und einheitlichen Regelungen. In der Regel werden Balkon und Terrasse zu 25 %, höchstens aber zu 50 % zur Wohnfläche mitgerechnet.

Flächen unter Dachschrägen und Treppen:

Unter 1 m Höhe: diese Fläche wird nicht mitgezählt

Zwischen einem und 2 m Höhe: diese Flächen werden zu 50% angerechnet

Ab 2 m Höhe: diese Flächen werden zu 100% angerechnet

Schornsteine, Kaminschächte oder Ähnliches, deren Grundfläche mehr als 0,1 m² beträgt werden nicht zur Wohnfläche dazugerechnet.

Fest eingebaute Gegenstände wie Einbauschränke, Öfen oder Badewannen:zählen zu 100% zur Wohnfläche

Treppen mit mehr als drei Stufen: zählen nicht als Wohnfläche

Nischen von Türen: zählen nicht als Wohnfläche

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