Gebrauchte Bücher Online verkaufen, Test und Empfehlung

Cheerful smiling child at the blackboard.Im Laufe der Jahre sammeln sich im Bücherschrank zahlreiche Bücher an. An Freunde verschenken ist in vielen Fällen nicht möglich. Statt die Bücher einfach wegzuwerfen bietet sich ein Verkauf der Bücher im Internet an. Hierzu gibt es verschiedene Wege. Sicher kennen die meisten die Möglichkeit, über das Internetportal ebay gebrauchte Bücher zu verkaufen. Das ist vor allem eine gute Möglichkeit, wenn man wenige Bücher verkaufen möchte, die idealerweise auch noch einen respektablen Verkaufswert versprechen. Auch über Amazon lassen sich gebrauchte Bücher wieder verkaufen. Dabei ist es übrigens unerheblich, ob man das Buch bei Amazon gekauft hat oder nicht. Während der Verkauf über ebay üblicherweise als Versteigerung abläuft, gibt man bei Amazon einen festen Verkaufspreis ein, zu dem ein Kunde das Buch erwerben kann.

In beiden Fällen ist der Verkauf von zahlreichen Büchern aber mit einem durchaus beachtlichen Aufwand verbunden. Für Leute, die mehrere Bücher auf einmal verkaufen wollen, gibt es noch eine andere interessante Möglichkeit. 

Verschiedene Firmen haben sich darauf spezialisiert, online gebrauchte Bücher zu kaufen. Neben Büchern aller Art werden auch Computerspiele, Hörbücher, CD und DVD angekauft. Später verkaufen diese Firmen die Artikel als Gebrauchtware online an interessierte Kunden weiter. Teilweise wird der Verkauf über eigene Internetportale abgewickelt, teilweise treten die Händler als Verkäufer in ebay oder Amazon auf. Bevor man Bücher, DC oder DVD einfach wegwirft, sollte man einen Verkauf über eines der Online-Portale in Betracht ziehen. Reich wird man beim Verkauf nicht, aber abhängig vom Umfang der zu verkaufenden Bücher lassen sich doch etliche Euros erlösen. Zudem tut man der Umwelt einen Gefallen.

Die Redaktion von smarte Tipps hat einen Test zum Online-Verkauf von Büchern gemacht. Beim Aufräumen des Bücherschrankes sollten 115 Bücher entsorgt werden. Bei Recherchen im Internet findet man rasch etliche Firmen, die sich auf den Ankauf von gebrauchten Büchern und Co. spezialisiert haben. Große Händler sind beispielsweise Momox, Buchankauf24 oder Rebuy. Insgesamt gibt es ca. 40 verschiedene derartiger Firmen. Die Abwicklung ähnelt sich bei den meisten Buchaufkäufern. Man kann auf der jeweiligen Internetseite die ISBN-Nummer des zu verkaufenden Artikels eingeben (steht meistens auf der Rückseite unter dem Barcode oder auf einer der ersten Seiten im Buch) und erhält sofort den gebotenen Ankaufpreis genannt. Einfacher geht es über eine App am Handy. Hier kann man einfach den Barcode einscannen und erhält dann ebenfalls sofort den Ankaufspreis angezeigt. Bei einem kurzen Test zeigt sich schnell, dass die Ankaufpreise für das gleiche Buch von Anbieter zu Anbieter stark schwanken. Leider gibt es nicht den einen Händler, der immer die besten Preise anbietet. Wenn man die maximale Angebot herausholen möchte, müsste man also alle Artikel bei zahlreichen Händlern abfragen und sich die Ergebnisse in einer Übersicht zusammenstellen. Das ist ein ziemlich mühseliges Unterfangen.

Aus diesem Grund kamen findige Programmierer auf die Idee, eine App zu programmieren, die einem diese Arbeit abnimmt. Eine solche App nennt sich Bonavendi.

In unserem Test wollen wir herausfinden, was die beste Vorgehensweise zum Verkauf der Bücher ist. Zunächst haben wir die Bücher bei einigen Händlern eingescannt und mussten rasch feststellen, dass die Ankaufpreise je nach Buch und Händler stark schwanken. Wir konnten nicht den einen Händler finden, der überall die besten Preise bot.

Deshalb haben wir es mit Bonavendi probiert. Das Einscannen der Bücher nimmt hier etwas mehr Zeit in Anspruch, weil die App nach dem Scannen ca. 40 verschiedene Anbieter abfragt. Die Ankaufpreise werden dann übersichtlich nach Preis absteigend sortiert angezeigt. Nach dem Scannen aller Bücher und sonstigen Artikel werden die Daten als sog. Verkauskorb auf den PC übertragen. Das funktioniert sehr einfach. Allerdings hat die Internetseite offenbar einige Macken- Bei unserem Test ging es mehrfach nicht mehr voran. Eine Fehlermeldung „Es ist ein Serverfehler aufgetreten“ sorgte leider auch für wenig Klarheit. Nach einiger Zeit funktionierte die Internetseite wieder.

Jetzt wurde der gesamte Verkaufskorb übersichtlich nach Titel und Ankaufspreisen dargestellt. Nun konnte man am PC die beste Verkaufsstrategie durchspielen. Wollte man die maximalen Verkaufspreise erzielen, dann müsste man die Bücher an insgesamt ca. 15 Händler verschicken und würde ca. 115,-€ erlösen. Der Aufwand dafür wäre allerdings sehr groß und außerdem nicht machbar, weil wir in vielen Fällen den vorgegebenen Mindestwert unterschritten hätten. Viele Händler geben als Untergrenze einen Warenwert von 10,-€, manche auch bis zu 30,-€ vor. Also galt es die Anzahl der Händler zu reduzieren. Wir entschieden uns für ein Szenario mit nur zwei Aufkäufern und sollten dafür ca. 80,-€ erhalten. Ein alternatives Szenario mit drei Aufkäufern hätte ca. 10,- € mehr erbracht.

Von den 115 Büchern wollten die Händler ca. 2/3 kaufen, der Rest war leider unverkäuflich. Wir verkauften den größeren Umfang an Momox und einen kleineren Umfang an Mehrwegbuch. Leider haben dann beide Anbieter einige Bücher abgelehnt, die vorher laut Bonavendi noch gekauft werden sollten. Das war eine ärgerliche Erfahrung. Um den Erlös noch zu steigern und um die Kartons aufzufüllen haben wir noch einige CD und DVD dazugelegt.

Leider stellte es sich als ziemlich aufwendig heraus, die Bücher auf die beiden Aufkäufer zu verteilen. Jedes Buch musste ja wie die Stecknadel im Heuhaufen aus den 115 Büchern herausgesucht werden.

Nach dem Packen der Kartons konnte ein Versandaufkleber für DHL oder Hermes gedruckt werden. Die Frankatur wird in beiden Fällen vom Ankäufer übernommen. Wir konnten die Pakete zu Hause dem Zustelldienst mitgeben. Einige Tage später wurde unaufgefordert das Geld überwiesen. Die gesamte Abwicklung war sehr praktisch und angenehm.

Danach haben wir die abgelehnten Bücher nochmal bei Momox direkt eingescannt und konnten damit doch wieder einige der vorher abgelehnten Bücher verkaufen. Wir haben also ein drittes Paket geschnürt und kostenlos über DHL an Momox geschickt.

Wie sieht es mit den Verkaufserlösen aus?

Generell sollte man keine hohen Beträge erwarten, hier machte es eher die Masse. Wer ein einzelnes wertvolles Buch verkaufen möchte, ist bei Ebay oder Amazon besser bedient. Wer viele, auch ältere Bücher verkaufen möchte sollte die beschriebenen Händler in Betracht ziehen. Die Verkaufserlöse unterscheiden sich von Buch zu Buch erheblich. Viele Bücher erzielten nur Centbeträge, wenige Bücher Preise zwischen 2 und 4 Euro.

Als Ergebnis unseres Tests lässt sich sagen:

  • Taschenbücher erzielen höhere Preise als Hardcover (erstaunlich)
  • Sachbücher erzielen höhere Preise als Belletristik
  • Junge Bücher erzielen deutlich höhere Preise als alte Bücher
  • Hörbücher lassen sich gut verkaufen
  • Computerspiele und DVD-Filme erzielen gute Preise

Smarte Tipps empfiehlt als Testergebnis:

Bei vielen Büchern sind die Online-Händler eine interessante Option. Zur einfachen Abwicklung sollte die App über das Handy verwendet werden. Das Preisvergleichsportal Bonavendi klingt von der Idee her überzeugend, aber der praktische Aufwand für das Sortieren bzw. Kommissionieren der Bücher ist sehr hoch. Wir würden uns auf eine App eines Händlers konzentrieren. Eine klare Präferenz für den einen oder anderen Buchaufkäufer hat der Test nicht ergeben. Uns hat im Test Momox am besten gefallen, auch weil Momox die meisten Bücher gekauft hat und im Schnitt akzeptable Preise geboten hat.

Für Interessierte hier der Link: http://www.momox.de

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