Wie viel Trinkgeld geben?

Vor allem im Ausland stellt man sich oft die Frage, wie viel Trinkgeld soll man geben. Die Antwort hängt vom Reiseland ab, auch beim Trinkgeld gilt „andere Länder, andere Sitten“.

In Italien ist in dem Rechnungsposten „Servizio“ eine Gebühr für die Bedienung im Preis enthalten. Trotzdem freut sich die Bedienung natürlich, wenn man etwas Wechselgeld als Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen lässt.

In den USA erhalten die Servicekräfte in der Regel kaum ein festes Einkommen. Ihr einziger Verdienst resultiert aus dem Trinkgeld. Deshalb ist es in den USA angebracht, mindestens 15 % des Rechnungsbetrages als Trinkgeld zu geben. Ein sehr guter Service sollte mit circa 20 % honoriert werden.

In Spanien sind die Regeln bezüglich des Trinkgeldes ähnlich wie in den USA. Das Bedienungspersonal erhält allenfalls ein sehr geringes Grundgehalt. Ein Trinkgeld in der Höhe von 10-15 % des Rechnungsbetrages ist immer angemessen. Im Gegensatz zum Trinkgeld geben in Deutschland („stimmt so“) wird in Spanien das Wechselgeld diskret auf dem Tisch liegen gelassen.

In Japan gibt man kein Trinkgeld. Ganz im Gegenteil würde ein „Liegen lassen von Wechselgeld“ als Trinkgeld für das Personal sogar als vergesslich Wirken. In Japan ist der Service beziehungsweise die Bedienung ein normaler Bestandteil der Rechnungspreise.

In manchen Ländern, zum Beispiel in den USA kann man Trinkgeld auch auf der Kreditkarte extra ausweisen. Es gibt dort häufig sogar ein extra Feld mit der Bezeichnung „Tip“. Allerdings kann man nie ganz sicher sein, ob ein Trinkgeld auf der Kreditkarte vollständig bei der Bedienung ankommt. Deshalb ist es kein Fehler, das Trinkgeld bar zu hinterlassen, auch wenn die Rechnung an sich mit Kreditkarte bezahlt wird.

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